Medien, Entertainment, Internet: Was bringt uns 2012?
Der Goldmedia Trendmonitor berichtet jedes Jahr aufs Neue, wie es um die Zukunftsentwicklungen in den Bereichen Medien, Entertainment und Internet aussieht. Für 2012 sind besonders viele Neuerungen zu erwarten, die wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen wollen:

Smartphone gewinnt an Bedeutung

Das Smartphone wird auch 2012 noch mehr an Bedeutung gewinnen. Das Potenzial ist groß, denn bisher besitzt nur jeder dritte Deutsche ein Smartphone. Doch dank weiterer Entwicklungen, dem deutlichen Ausbau von LTE, einem Hochgeschwindigkeitsinternetanschluss von überall aus, sowie der Entwicklung von NFC ist der Wachstumsmarkt enorm. So sollen im kommenden Jahr NFC Transponder Chips für mehr Einsatzbereiche des Smartphones sorgen. Sie können sich direkt an andere Geräte koppeln, so dass durch das bloße Halten des Smartphones an den Parkscheinautomaten die Parkgebühr gelöst werden kann. Auch im TV-Bereich wird das Smartphone an Bedeutung gewinnen, denn schon jetzt werden immer mehr TV-Sendungen auf mobilen Endgeräten zeitversetzt angesehen. Personal Media, also personalisierte Angebote für die Endkunden, die bequem auf das Smartphone gesendet werden, könnten neue Kaufanreize bieten und werden die Schnittstelle für Videos, Musikdownloads und Co. mit eingebautem Telefon noch interessanter machen.

E-Reader: Verdrängen sie das gedruckte Buch?

Eine weitere Neuerung 2012 ist der E-Reader, der im kommenden Jahr noch weiter gewinnen wird. Bisher nur als kleines Lesegerät für bestimmte Inhalte genutzt und vorwiegend von Geschäftsleuten eingesetzt, erschließt sich der E-Reader dank Preiskämpfen auch für den Otto-Normal-Verbraucher. Mit Amazons Kindle für nur 99 Euro und dem Gegenangebot von Weltbild für 60 Euro sind E-Reader ein echtes Schnäppchen geworden. Im kommenden Jahr könnten E-Reader noch mehr an Bedeutung gewinnen und Zeitschriftenverlage, sowie Autoren hoffen darauf. Mit dem E-Reader könnten Zeitschriften-online-Geschäftsmodelle endlich einen Durchbruch erhalten, weil sie einem breiten Massenmarkt zugänglich gemacht werden können. Buchautoren hingegen profitieren davon, dass sie ihre Bücher auch unabhängig von Verlagen veröffentlichen können.

2012: CDs verschwinden vom Markt

Ebenfalls geht der Trendmonitor von Goldmedia davon aus, dass 2012 die letzte Stunde der CD geschlagen haben wird. Hohe Kosten für Herstellung, Vertrieb und Aufbewahrung machen die CD nicht mehr konkurrenzfähig. Auch bei den Endkunden sind Downloads auf legalem Wege längst akzeptiert und so wird die CD vermutlich ebenso wie LP zu einem reinen Sammler- und Liebhaberstück werden.

Smart-TV auf dem Vormarsch

Internet über den Fernseher: Mit Hilfe von Set-Top-Boxen, Spielekonsolen oder Blu-Ray-Playern sind mittlerweile mehr als vier Millionen Haushalte in der Lage, das Internet über den heimischen Fernseher aufzusuchen. Doch derzeit nutzen nur gute 13 Prozent der Haushalte diese Möglichkeit. Im kommenden Jahr müssen neue Geschäftsmodelle für diesen Bereich entwickelt werden, die den Kunden nahe bringen, wie sie das Internet vom Sofa aus nutzen und welche Vorteile sie davon haben.

Weniger TV-Werbe-Budgets in 2012

In 2012 werden die Werbe-Budgets der Unternehmen immer weniger in TV-Werbungen fließen, sondern vielmehr in den Online-Bereich. Der vermehrte Einsatz von Smartphones zum zeitversetzten Fernsehen wird zunehmend mehr Werbeunterbrechungen der kleinen Videoclips und auch der großen Fernsehinhalte mit sich bringen.

Überhaupt wird sich im Fernsehbereich einiges ändern, Social TV heißt das Schlagwort 2012. Fernsehsendungen mit eigenem Facebook Account, die eine riesige Fangemeinde haben, interaktive Zuschauer, die selbst mitbestimmen, wo es in ihren Sendungen demnächst lang geht, das ist die Zukunft des Fernsehens. Vorgemacht hat das bereits „Berlin – Tag & Nacht“, eine Sendung von RTL2.

Social Media wird stärker genutzt

Social Media ist heute eher eine Spielwiese für viele Unternehmen, doch 2012 dürfte sich das ändern. Die Auswertung der Datenbestände, sowie der Einsatz von Social Media in Vertrieb, Kundenmanagement und Co. werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Kein Hochgeschwindigkeitsinternet

Der Ausbau des Glasfasernetzes lässt zu wünschen übrig, lediglich bis zu den Kabelverzweigern werden die Netze ausgebaut. Schnelleres Internet könnte zwar durch den gemeinsamen Ausbau der Netze von Stromversorgern, Netzbetreibern und Co. vorangetrieben werden, doch die Kunden selbst wissen ein schnelleres Internet noch nicht zu schätzen. Quelle: goldmedia.com

 
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